Geographie: Die Republik Karelien liegt im Nordwesten der RF(650 km nördlich von Moskau) und umfasst eine Fläche von 180,5 km2 (1,06% des Gebietes der RF).
Im Westen grenzt das Gebiet an Finnland mit einer 723 km langen Staatsgrenze, im Norden an das Murmansker Gebiet, im Osten an das Archangelsker Gebiet und im Süden an das Wologdaer- und Leningrader Gebiet. Im Nordosten besitzt Karelien eine 630 km lange Küste zum Weißen Meer. Mit dem Ladogasee und dem Onegasee befinden sich auf dem Gebiet der Republik Karelien die größten Seen Europas. Neben weiteren 60000 Seen und 27000 Flüssen bilden diese beiden Seen die größten Frischwasservorräte (25% der Landfläche Kareliens ist von Gewässern bedeckt).
Städte: Petrosawodsk - Gebietshauptstadt mit 282.900 Einwohnern. Weitere Städte: Kondopoga, Kostamukscha, Pitkjaranta, Belomorsk, Sortavala
Bevölkerung: In der Republik Karelien leben etwa 766.400 Einwohner (Stand:1.1.2000), was etwa 0,5% der Gesamtbevölkerung der RF ausmacht. Bevölkerungsstruktur: etwa 10% Karelier, 73,6% Russen, 10% Weißrussen, 7% Ukrainer, 3,6% Finnen, 0,8% andere Volksstämme finnisch-urgischen Ursprunges. Vorherrschende Religion: russisch-orthodoxes Christentum
Status: Karelien als autonome Republik innerhalb der RF ist Föderationssubjekt der RF mit eigener Verfassung und regionaler Gesetzgebung , wobei der Rechtsstatus der Republik und die Kompetenzabgrenzung gegenüber der föderalen Exekutivgewalt sowohl in der Verfassung der RF als auch in der Verfassung der Republik Karelien geregelt ist. Die Legislativgewalt liegt in Händen der gesetzgebenden Versammlung (Parlament der Republik Karelien), welches sich aus zwei Kammern zusammensetzt. Die Exekutivgewalt ist bei der Regierung der Republik Karelien und anderen Exekutivorganen angesiedelt, wobei der Exekutivgewalt der RF durch Bindung des Regierungschefs der Republik Karelien an die Verfassung der Russischen Föderation, an föderales Gesetz und die Beschlüsse föderaler Organe Geltung verschafft wird.
Administration:
Russische Föderation 185028 Petrosawodsk, pr. Lenina, 19 Telefon: (007 81422) 76 41 41, 76 15 86, 76 24 42 Telefax: (007 81422) 76 41 48 e-mail: mailto:government@karelia.ru Internet: www.gov.karelia.ru
Vorsitzender der Regierung: Sergej L. Katanandow
Partnerschaften mit Bundesländern/deutschen Städten: Partnerschaften gibt es zwischen der Republikhauptstadt Petrosawodsk und Neubrandenburg und Tübingen.
Infrastruktur: Eine Eisenbahnlinie und Autobahnen, die quer durch die Republik führen, verbinden die Region und den Hafen von Murmansk mit St. Petersburg, Moskau, Zentralrussland und Finnland. Durch das System von Flüssen, Seen und Kanälen ist Karelien mit der Barentssee, der Ostsee, dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer verbunden.
Tourismus: Karelien hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Reiseziel entwickelt. Eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Insel Kizhi im Onegasee mit ihren einzigartigen Holzbauwerken aus dem 18.Jh. sowie die unberührte Natur ziehen jährlich hunderttausende Touristen aus der RF und dem Ausland an. Die touristische Infrastruktur ist jedoch noch weitgehend unterentwickelt.
Wirtschaftsstruktur:
1) Rohstoffe:
Holz Eisenerze Chrom- und Titanmagneterze Vanadium Molybdän Gold Quarze Granit und Marmor Diamanten
2) Industrie:
Holzgewinnung und –verarbeitung Zellulose- und Papierindustrie Maschinenbau Bergbau und Metallurgie Lebensmittelindustrie Pelzverarbeitung
Finnland ist der wichtigste Handelspartner Kareliens. Weitere Geschäftspartner sind Deutschland, Großbritannien, Schweden, Türkei, USA, Ukraine, Norwegen. Karelische Unternehmen unterhalten heute Geschäftsverbindungen zu Firmen aus mehr als 80 Ländern. Der Exportanteil im Verhältnis zum Gesamtproduktionsvolumen beträgt etwa 57%. Die Hauptexportgüter sind be- und unbearbeitetes Holz, Aluminium sowie Aluminiumprodukte, Papier und Karton. Karelien verfügt über enorme Mineralstoffressourcen.
3) Landwirtschaft:
Ackerbau (Kartoffeln, Gemüse) Weidewirtschaft Fischfang
Wirtschaftskraft: (nach Angaben des Staatskomitees der RF für Statistik)
Der Umfang des Wachstums der Industrieproduktion für das Jahr 2002 betrug 2,2% und ist um 1,5% niedriger als der Umfang des durchschnittlichen Industrieproduktionswachstums der RF im Jahre 2002 in Höhe von 3,7%.
Weitere Informationen unter: http://www.gov.karelia.ru/
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